Faszination Segelfliegen !
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Segelfliegen ist nicht nur Sport, sondern auch Technik und
Wissenschaft. Wer es nicht erlebt hat, kann es allenfalls ahnen, und vielleicht verspürt
er auch dann etwas von der Begeisterung der Segelflieger für ihren Sport. Irgendwann
wurden sie davon gepackt, widmeten ihm ihre Freizeit und scheuten keine Mühe, um auf der
langen Stufenleiter des Segelflugs weiterzukommen.
Erfahrene Segelflieger wissen: Sie haben
die Freiheit, sich den Naturgewalten im Luftraum zu stellen und sie sich nutzbar zu machen.
Manche nennen es pathetisch: die Naturgewalten bezwingen. Ein wirklich erfahrener Segelflieger
ist bescheidener: Er weiß, daß er allenfalls zeitweise ein Stück Natur wird,
sie aber niemals bezwingen kann. Segelfliegen ist die umweltfreundlichste Art des Fliegens.
Nur zum Start wird fremde Energie benötigt - wenig im Vergleich zu den Leistungen, die
heute möglich sind. Der Segelflieger nutzt die Naturkräfte, ohne ihnen auch nur das
Mindeste zu entziehen. Er verändert die Natur nicht - er bereichert sie. Sein Antrieb
ist die Schwerkraft, die leiseste, die gewaltloseste Energiequelle, die es gibt. Das leise
Sirren, Rauschen oder Pfeifen, das den Gleit- und Segelflug begleitet, hat noch nie jemand
als störend empfunden - es ist wie eine Lebensäußerung.
Faszination Motorsegeln !
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Manchmal hört man die Behauptung, Motorsegeln sei ein
Widerspruch in sich:
Entweder fliegt man mit Motor, dann segelt man nicht. Oder man betreibt
Segelflug, dann braucht man keinen Motor.
Daraus ergibt sich, daß Motorsegeln eine
Weder-Noch-Angelegenheit und der Motorsegler weder ein "richtiges" Motor- noch
ein Segelflugzeug ist, ein Zwitter also. Soweit die Kritiker, die bis heute nicht ganz verstummt
sind. Trotz alledem hat sich der Motorsegler als eigene Kategorie durchgesetzt: als
selbststartendes Segelflugzeug. Die Flegel- und Entwicklungsjahre sind vorüber,
gleichberechtigt stehen die Motorsegler heute neben den Segel- und den Motorflugzeugen.
Es hat sich gezeigt, daß von hundert aktiven Segelfliegern im Durchschnitt nur einer
ein besessener Leistungsflieger ist, die 99 anderen aber möchten lieber zur Freude,
zur Entspannung, eben zur Lust fliegen. Für diese 99 anderen ist der Motorsegler wie
geschaffen...
Faszination Motorfliegen !
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Die Motorfliegerei bietet ein breites Betätigungsfeld:
den Flugzeug- und Bannerschlepp, den Kunstflug, das Rallye-, Wasser-, und Gletscherfliegen
und den sogenannten "Rundflug", und - was die Flugdurchführungsart betrifft -
den Sicht-, Nachtsicht-, und Instrumentenflug. Neben diesen Disziplinen liegt die Faszination
des Sportflugzeuges in der Verwendung als Reiseflugzeug. Das Anfliegen fremder Flugplätze
trägt nicht nur wesentlich zur Erweiterung der eigenen Streckenflugerfahrung bei, sondern
ist außerdem noch ein großes Erlebnis. Viele Fliegerfreundschaften mit in- und
ausländischen Piloten und Clubs sind dadurch schon entstanden.
Im Gegensatz zum Segelfliegen und Motorsegeln geht es bei diesem Zweig der Fliegerei nicht um
das Ausnützen von Aufwinden, der Schwerpunkt liegt hier auf "Motor", welcher
ein - je nach Ausrüstung mehr oder minder - wetterunabhängiges Fliegen ermöglicht.
Aufs "Fliegen" kommt es natürlich hier wie dort gleichermaßen an, auch
wenn Motorfliegen weniger Hochgefühl des Schwebens mit sich bringt als Segelfliegen.
Motorfliegen umfaßt die mehr rationalen Werte des Fliegens: Schnell und komfortabel
sicher von einem Ort zum anderen zu gelangen und dabei die Perspektive von oben zu erleben.
Die Befriedigung für den Piloten liegt hier weniger im Überlisten der Naturkräfte
als in der präzisen Bewältigung der fliegerischen, navigatorischen und technischen
Anforderungen, die jeder Flug mit sich bringt, wobei die Schwerpunkte häufig wechseln.
Faszination Ballonfahren !
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Ballonfahren bedeutet, sich den Kräften der Natur auszuliefern. Jeder Start bringt eine
andere Fahrt mit sich und bedeutet immer wieder ein neues Erleben. Kaum kann das Ziel
vorherbestimmt, noch der Zeitpunkt und die Art der Landung vorausberechnet werden.
Bei allem
Wissen um die Einflüsse bleibt doch immer das Unwägbare vorherrschend.
Das Schweben
über der Landschaft und damit über den Dingen, das Losgelöstsein von der engeren
Dimension der Erde und der dennoch intensive Kontakt mit der Erde unter dem Korb, der durch
den freien Blick und durch die akustische Verbindung mit dem Boden, die erstaunliche Weiten
erreicht, gewahrt bleibt, gibt ein eigenes Bewußtseinsbild. Dazu kommt, daß die
äußeren Umstände eines Ballonstarts jede Fahrt zu einem Gemeinschaftsereignis
werden lassen. Zur Durchführung der Vorbereitungsarbeiten bedarf es eines gut eingespielten
Teams und nicht zuletzt mag für den modernen Menschen die gesunde Kombination zwischen
körperlicher Arbeit und einem entspannten Hinnehmen der Fahrt, die in der Enge des Korbs
wenig Möglichkeiten zu äußerer Aktivität bietet, mit ein Anreiz zur
Ausübung dieses Sports sein. Die Individualität jeder einzelnen Fahrt und das
Bewußtsein der Abhängigkeit von der Zuverlässigkeit jedes einzelnen Kollegen,
das Erhabensein über die Erde und der doch wiederum enge Kontakt mit ihr, das Wissen um
die technischen Voraussetzungen für die Durchführung der Ballonfahrt und das
Bewußtsein der Ausgeliefertheit an die Natur sind die Polaritäten, innerhalb
deren sich der Ballonfahrer bewegt.
Weiterführende Literatur:
Herbert Weishaupt: "Das große Buch vom Flugsport" (Motorbuch-Verlag Stuttgart)
Günter Brinkmann: "Das Buch vom Luftsport" (Motorbuch-Verlag Stuttgart)
Herbert Weishaupt: "Die Flugplätze Österreichs" (Motorbuch-Verlag Stuttgart)
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